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Österreichische Physikalische Gesellschaft (Austrian Physical Society)
CERN-Errungenschaften

Exzellenz in der Teilchenphysik
CERN lieferte zahlreiche bahnbrechende Ergebnisse auf dem Gebiet der Teilchenphysik.

Hier nur einige Beispiele:

  • Im Jahr 1973 wurden die sogenannten Neutralen Ströme am CERN nachgewiesen. Dies war der erste Nachweis der Richtigkeit der Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung, welche von Glashow, Salam und Weinberg in den 1960iger Jahren entwickelt wurde.
  • Im Jahr 1983 wurden die W und Z Bosonen, die Teilchen welche diese elektroschwache Wechselwirkung vermitteln, direkt nachgewiesen. Für diese Entdeckung erhielten Carlo Rubbia and Simon van der Meer nur ein Jahr später den Nobelpreis.
  • Im Jahr 1989 ging der Large Elektron Positron Collider (LEP) in Betrieb, ein gigantischer 27km langer Beschleunigerring, welcher das sogenannte"Standardmodell der Teilchenphysik", das unser derzeitiges Wissen über die Welt der Elementarteilchen beschreibt, mit unvergleichlicher Präzision bestätigte. Wir wissen nun, dass es nur drei Teilchenfamilien gibt, und die Suche nach vereinheitlichten Theorien der Wechselwirkungen hat ein solides experimentelles Fundament.
  • Um Teilchenphysik betreiben zu können braucht es Technologien, die für die jeweiligen Experimente erst entwickelt werden müssen. Deshalb ist die Grundlagenforschung auch ein Motor der Angewandten Forschung. Georges Charpak entwickelte 1968 die sogenannte Multiwire Proportional Chamber um elektronische Bilder von Teilchenspuren zu erzeugen - eine Erfindung, für die er 1992 den Nobelpreis erhielt.
  • Weitere Nobelpreise wurden den CERN Physikern Jack Steinberger und Samuel Ting zuerkannt.
  • Im Jahr 1995 wurde im CERN Experiment LEAR zum ersten Mal Anti-Wasserstoff erzeugt.
  • Der LHC, ein modernes Weltwunder, beginnt heuer mit der wissenschaftlichen Datenaufnahme, nach fast zwei Jahrzehnten Planung und Konstruktion unter österreichischer Beteiligung. Untersucht werden Antimaterie, Schwerionenstöße und der Mechanismus der elektroschwachen Symmetriebrechung. Gesucht werden bislang unbekannte Teilchen, von denen wir zumindest teilweise wissen dass es sie geben dürfte, wie das Higgs-Teilchen oder dunkle Materie. Auch (fundierte aber dennoch) spekulative Theorien mit extra Raumzeitdimensionen oder Supersymmetrie werden am LHC getestet werden, und die meisten von ihnen werden mit den LHC Daten eliminiert werden können. Da der LHC eine Entdeckungsmaschine ist, ist es durchaus vorstellbar, dass Teilchen entdeckt werden, mit denen bisher keiner gerechnet hat. Der LHC wird wesentlich zu unserem Verständnis des Universums beitragen und zu unserer Erkenntnis, was die Welt im Innersten zusammenhält.

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Mai 2009
 
Kontakt: petition@teilchen.at Last Update: May 11, 11:11