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Spin-Off - Anwendung der Technologie außerhalb der Forschung
Die Experimente und Beschleuniger am CERN bewegen sich am Rande des technisch Machbaren. Zu
Beginn eines Projektes gibt es für viele Details oft noch keine Lösung, die muss erst
gefunden oder erfunden werden.
Die Anforderungen eines Teilchenphysikexperiments treiben die Entwicklung, das Resultat kann
aber breite Anwendung finden. Das gilt für viele Bereiche der Ingenieurwissenschaften:
Elektronik, Informatik, Maschinenbau, Materialwissenschaften und andere.
Das bekannteste Beispiel ist wohl das World Wide Web. Für die Physiker und Ingenieure, die über die Welt verteilt an einem Projekt arbeiten, ist es einfach eine praktische
Notwendigkeit.
In der Zwischenzeit hat es unsere Welt verändert.
Der nächste Schritt in der Vernetzung von Computern ist gerade am
Entstehen: Das Computing Grid, eine praktische Notwendigkeit um die unglaublichen
Datenmengen, die LHC Experimente liefern, verarbeiten zu können. Das Konzept ist natürlich überall anwendbar wo große Datenmengen anfallen und große Rechenleistung erforderlich ist: Enabling Grids for E-sciencE. Der Technical Director von EGEE wurde mehrere Jahre von Österreichern besetzt (Laure, Kranzlmueller).
Detektortechnologie die am CERN entwickelt wurde um elementare Prozesse sichtbar und messbar
zu machen haben in der bildgebenden Diagnostik Anwendung gefunden. Beispielsweise wurde 1977
das erste Positron Emissions Tomographie (PET) Bild am CERN angefertigt. Heute ist PET ein
essentielles Werkzeug in der Krebsdiagnose.
Beschleuniger werden heute auch zur Krebstherapie verwendet. Das MedAustron Projekt in
Niederösterreich ist ein medizinischer Beschleuniger, der in Zusammenarbeit mit CERN
verwirklicht werden soll.
Ein Feld intensiver Kooperation zwischen CERN und Österreichischen Industriebetrieben sind
die Materialwissenschaften. Hier arbeitet CERN mit den österreichischen Firmen Plansee und
Boehler-Uddeholm zusammen.
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